Die Leugnung des Holocaust ist die Ankündigung der Vernichtung
Der iranische Krieg gegen Israel
  
 
 
 
 

 
 

Veranstaltung anlässlich des Jahrestags der Befreiung von Auschwitz am Samstag, den 27. Januar 2007 in Berlin

Humboldt-Universität zu Berlin, Kinosaal, Unter den Linden 6, 27.01.2007, 17.30 Uhr

Die Veranstaltung fällt aus!

Im Oktober 2005 begann der iranische Präsident Ahmadinejad eine außenpolitische Offensive, deren Zentrum ein aggressiver Antisemitismus bildet. Sie begann mit der Androhung eines Angriffskriegs: „Das Regime, das Jerusalem besetzt hält, muss aus den Geschichtsbüchern eliminiert werden“, forderte Ahmadinejad auf einer Konferenz mit dem Titel "A world without Zionism". Schon der englische Titel machte deutlich, dass diese Botschaft an die gesamte Welt gerichtet war. Zur Holocaust-Leugnerkonferenz im Dezember 2006 wurden Revisionisten und Antisemiten aus der ganzen Welt in das iranische Außenministerium eingeladen, das mit Bildern von Leichen, die die Aufschrift „Mythos“ tragen, sowie Fotos von lachenden KZ-Überlebenden mit der Aufschrift „Wahrheit“ dekoriert worden war. Nach Auschwitz ist die Leugnung des Holocaust fester Bestandteil des Antisemitismus. Antisemiten erklären Auschwitz zu einem „Mythos“, der von den Juden erfunden worden sei, um die Welt zu erpressen und imperialistische und verbrecherische Machenschaften zu legitimieren. Die Holocaust- Leugnung treibt das Wahngebäude des Antisemitismus insofern auf die Spitze, als sie die herbeigesehnte „Befreiung“ vom „jüdischen Prinzip“, den Traum, ein neues Auschwitz ins Werk zu setzen, gerade mit dem angeblichen „Mythos Auschwitz“ begründet. Vor dem Hintergrund des iranischen Atomprogramms bedeutet dies die Ankündigung eines zweiten Holocaust seitens eines Staates, der nicht nur entschlossen ist, diese Ankündigung umzusetzen, sondern akut dabei ist, sich dazu in die Möglichkeit zu versetzen. Die vor allem europäische Bereitschaft zum politischen Dialog, zu Konzessionen im „Atomstreit“, die – staatlich geförderten - ökonomischen Verflechtungen mit dem Iran, die Verharmlosung des iranisches Vorsatzes zur Vernichtung Israels und nicht zuletzt das allgemeine Verständnis für den „vom Westen gedemütigten“ Islam sind Kollaboration mit dem Vernichtungsantisemitismus.

Programm:

17.30 Uhr: Eröffnung

Matthias Küntzel, Politikwissenschaftler und Publizist (Hamburg): Warum leugnet der Iran den Holocaust?

Matthias Küntzel wird begründen, warum die iranische Holocaust-Leugnung den Weg für einen neuen Holocaust bereitet.

N.N., Bündnis gegen Appeasement (Berlin): Die Antwort heißt Dialog - Deutschland, Europa und der Frieden mit dem iranischen Antisemitismus

Der Beitrag analysiert, wie im Zusammenspiel von Wirtschaftspolitik, kritischem Dialog und der Ideologie der gegen die USA gerichteten "Friedensmacht" Europa und Deutschland das iranische Vernichtungsprogramm zulassen und ermöglichen.

Wahied Wahdat-Hagh, Politikwissenschaftler (Berlin): Antisemitismus im Iran und die Hoffnung auf die Opposition

Wahied Wahdat-Hagh untersucht die apokalyptische Staatsideologie des Iran und den gezielt gegen Israel gerichteten eliminatorischen Antisemitismus der iranischen Führung, zu der es innerhalb des iranischen Systems keine Opposition gibt. Er thematisiert den Wahn des Atomprojekts und das Verhältnis von iranischer Führung und Bevölkerung.

 
 

 

Aufruf und Programm der Veranstaltung

Aufruf 27.01.2007.pdf (55 KB).